Elektroenzephalographie (EEG)
Schon im letzten Jahrhundert erkannte der Psychiater Hans Berger, dass das Gehirn elektrische Aktivität zeigt und dass man diese aufzeichnen kann. Er ist der Erfinder des EEG (= Elektro-Encephalo-Gramms).Die Aufzeichnung der Hirnströme erfolgt über Elektroden, die mit einem leitfähigen Gel an bestimmten Punkten der Kopfhaut angebracht werden. Häufigkeit (Frequez) und Höhe (Amplitude) der Signale ändern sich je nach Wachzustand des Patienten und können zur Diagnose von Gehirnkrankheiten auf schmerzlose und völlig ungefährliche Weise beitragen.
Bei den krankhaften Veränderungen unterscheidet man:
- Krampfpotentiale:
Das sind typische EEG-Veränderungen bei Neigung zu epileptischen Anfällen. Hierin liegt die Hauptbedeutung der EEG-Diagnostik. Allerdings ist das EEG häufig zwischen den Krampfanfällen normal. Daher muss es ggf. mehrfach und unter Bedingungen, welche die Krampfbereitschaft erhöhen, wie z. B. Schlafentzug, vermehrtes Atmen (Hyperventilation) oder Stimulation mit Blitzlicht (Photostimulation) wiederholt werden. - Allgemeinveränderung:
Diese bedeutet eine allgemeine Verlangsamung der Hirnströme und kann beispielsweise bei entzündlichen oder stoffwechselbedingten Hirnerkrankungen auftreten und einen Hinweis auf den Schweregrad der Erkrankung geben. - Herdbefunde:
Das sind Veränderungen der Hirnstromwellen, die v. a. bei lokalen Hirnerkrankungen wie Schlaganfall, Tumor oder lokal entzündlichen Prozessen auftreten.
Ärztliche Leitung:
Oberärztin Frau Birgit Schäfer
Medizinisch-technische Mitarbeiterinnen:
v.l. hinten: Ivonne Wolf, Anita Müllerv.l. vorne: Katharina Beer, Melissa Glaue




