Logopädie
In der Logopädie werden Störungen der Sprache, des Sprechens, des Schluckens, des mimischen Ausdrucks sowie Stimmstörungen, die als Folge von chronischen oder akuten neurologischen Erkrankungen auftreten können, diagnostiziert und therapiert.Schluckstörungen (Dysphagien) treten selten isoliert auf. Wichtig bei der Nahrungsaufnahme ist bereits eine korrekte Haltung. Der Schluckvorgang wird in verschiedene Phasen eingeteilt:
- das Sehen und Riechen der Speise sowie die Aufnahme in den Mund
- Kiefer- und Zungenbewegungen zur Nahrungszerkleinerung und Transport über die Zunge am Gaumen entlang in den Rachen
- das Abschlucken vom Rachen am Kehlkopf vorbei, der die Atemwege durch Verschlussmechanismen schützt und Atem- vom Speiseweg trennt
- in die Speiseröhre und weiter der Transport bis in den Magen
Sind sie erheblich aufmerksamkeits- und bewusstseinsgemindert, so wird mittels der Facio-Oralen Trakt-Therapie (F.O.T.T.) nach Kay Coombes, einem ganzheitlichen Ansatz, basierend auf dem Bobath-Konzept, therapiert.
Weitgehend aktiv mitarbeitende Patienten werden nach den Prinzipien der funktionellen Dysphagietherapie behandelt, wobei es bei beiden Konzepten Überschneidungen gibt.
Ziel ist jeweils die Verbesserung der gestörten Schluckphase sowie das Vermeiden des Verschluckens von Sekret oder Nahrung in die Atemwege.
Aphasien (Sprachstörungen), Dysarthrien (Störungen der Sprechmotorik, häufig kombiniert mit Problemen der Stimmgebung und der Atmung) stellen immer eine erhebliche Beeinträchtigung der Kommunikationsfähigkeit dar.
Meist im Zusammenhang mit der Aphasie kann eine Störung der zentralen Sprechplanung (Sprechapraxie) auftreten.
Bei der Behandlung von Dysarthrien und Sprechapraxien werden Methoden zur Verbesserung der Verständlichkeit angewendet.
Stimmstörungen werden unter Einbeziehung von Haltung, Tonus, Atmung, Phonation und Artikulation therapiert. Lähmungen der Gesichtsmuskulatur (Facialisparesen) werden mittels der propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation (PNF) behandelt.
Insbesondere nach akuten neurologischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall sollte sehr frühzeitig eine angepasste logopädische Therapie beginnen.





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